Pokestops und Arenen auf Friedhöfen

    • Pokestops und Arenen auf Friedhöfen

      Ist für euch das Spielen von PokemonGo auf Friedhöfen in Ordnung? 101
      1.  
        Ja (56) 55%
      2.  
        Nein (45) 45%
      Hallo zusammen,

      ich wollte euch mal fragen wie ihr es so ganz allgemein findet, dass es auf Friedhöfen Pokestops und Arenen gibt?
      Irgendwie kann ich mich mit dem Gedanken kein bisschen anfreunden und ich würde es nie wagen auf einem Friedhof PokemonGo zu spielen.
      Ich persönlich würde es am liebsten sogar sehen, wenn alle Arenen und Pokestops auf und um Friedhöfe verschwinden würden. Ich finde das echt geschmacklos und moralisch ziemlich daneben.

      Wie seht ihr das?
      Würde mich mal interessieren, wie ihr darüber denkt.

      Gruß,
      Andreas
    • Habe das schon mal irgendwo anders geschrieben. In der Heimatstadt meiner Eltern gibt es einen Parkfriedhof, der um 1850 mit dem Konzept geschaffen wurde, dass man dort auch spazieren geht.
      Da kippen sich einige Männer nach der Arbeit im Sommer einen hinter die Binde. Finde ich wesentlich verwerflicher auf einem Friedhof als Pogo.
      Dementsprechend, nein, ich finde es überhaupt nicht schlimm! Man sollte sich nur leise und unauffällig verhalten und gut.
    • Kommt auf den Friedhof an. Auf einem Waldfriedhof, Parkfriedhof oder einem mit 500 Jahre alten Gräbern vielleicht.
      Auf einem klassischen Friedhof auf dem Menschen um ihre frisch verstorbenen Angehörigen trauern nicht.
    • Für mich ist das überhaupt nicht okay. Es gibt doch echt genug andere Pokestops und Arenen, da muss ich nicht auf den Friedhof. Das sind Orte des Gedenkens, der Erinnerung, da muss niemand mit einem Smartphone rumdaddeln, Taubsis fangen, oder, noch ärger, Kämpfe ausfechten.
    • Bei uns (in der "großen Stadt") sind die einzigen (?) beiden 4er Pokestops auf Friedhöfen, die ähnlich wie bei @lvywii, nun in umgewandelten Parkanlagen liegen. Der Bartholomäusfriedhof hat dabei sogar überregionalen Kultstatus errungen. Das war unsere Girardet-Brücke. Da ging im Sommer bis in die frühen Morgenstunden, auch unter Woche, der Bär ab, mit Sit-In- & Grillpartys und sehr glücklichen Leergutsammlern. Da gabs von der 90jährigen Oma, die gefühlt noch jemanden lebend kannte, der hier begraben wurde, bis zu Grundschulkids alles. Aber meist Studenten vom ZHG direkt gegenüber.


      Sogar unsere, leider seit (eigentlich schon) August inaktive regionale Facebookgruppe, hat das als Startbild gewählt

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    • General Zod schrieb:

      Wie sagte schon Ivan Drago einst: "wenn er tot ist, ist er tot!" ;)

      Ich finde, solange man leise und unauffällig spielt, sehe ich da kein Problem.
      Naja, es stört wohl weniger die Toten.

      Ich spiele hier am örtlichen, klassischen Friedhof nicht! Hier gehen viele Leute regelmäßig hin um die Gräber ihrer Liebsten zu pflegen. Meine Mutter liegt hier auch. Ich finde, dass das kein Ort ist um virtuelle Monster zu fangen. Es gibt genügend andere Orte zum Spielen.

      Die Queen
    • Finde ich persönlich komplett daneben, zumindest wenn es nicht so ein Friedhof ist, der als Park o.ä. angelegt ist.

      Man sollte zum einen respektvoll mit diesem Ort umgehen, gegenber den Menschen die dort liegen und noch viel wichtiger, gegenüber den Menschen die dort trauern. Es muss einfach extrem störend sein, wenn Menschen dort zum trauern hinkommen und nebenan spielt eine Meute Menschen PoGo. und freut sich des Lebens, bzw. des Spielens. Das wird dem Gedanken dieses Ortes nicht gerecht.
      Bei uns liegt so eine Arene direkt über so einem Friedhof. Die Arene ist immer sehr niedrig und die Farbe wechselt trotzdem selten. Finde ich richtig, da sollte sich Niantic Mal Gedanken machen, ob das nicht abgeschafft gehört.
    • Ich hab gleich zwei Arenen auf nem Friedhof belegt und die bleiben da immer recht lange drin. Finde das also gut :D

      Naja, solange diejenigem die dort hingehen um den Toten zu die Ehre zu erweisen nicht durch Krach oder so gestört werden sehe ich nichts verwerfliches dran.

      Wenn da aber auf einmal nen haufen Assis rumhängen und man nicht in Ruhe trauern kann gehts zu weit.
    • Also wenn ich da zu Fuß unterwegs bin, aus welchen Gründen auch immer, und mir ein Poki vor die Füße läuft fang ich es natürlich ein. Aber bei uns auf dem Friedhof gibts keine Arena nur einen Stop, der dann auch im Vorbeigehen gedreht wird.
      Wenn es allerdings Massenansammlungen geben würde, wie zu Beginn des Spiels, dann fände ich das auch nicht in Ordnung. Daher bin ich geteilter Meinung.
    • Ich würde, bevor ich auf einen Friedhof gehe, PokemonGo ganz ausschalten. Das ist mit anderen Gedenkstätten auch so. Ich war neulich zum Beispiel am Breitscheidplatz und kam an der Stelle vorbei wo der Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt war und wo nun die ganzen Kerzen standen und Blumen lagen. Da hab ich bewusst vorher in einiger Entfernung PokemonGo schon ausgemacht, damit ich nicht mal auf die entfernte Idee komme draufzuschauen. Nachdem ich da wieder wegging, fiel mir auch wirklich erst eine halbe Stunde später ein, dass ich das Spiel jetzt wieder anmachen könnte - das war dann einfach mal komplett aus dem Blickfeld gerückt, in jeder Hinsicht.

      Auch andere Gedenkstätten wie zB das Holocaust-Mahnmal sind off limits, finde ich. Ich würde auch PokemonGo nicht in Kirchen anmachen. Und bei Friedhöfen, selbst wenn es keine Meute Spieler ist und wenn sie leise spielen und unauffällig, sie gehen und laufen halt doch auf dem Friedhof herum um zu spielen.
    • Die Welt gehört den Lebende, nicht den Toten. Und letztlich spielen wir ja nicht Fußball, sondern starren lediglich ab und zu auf unser Handy. Wir machen also nix kaputt und sind in der Regel auch nicht laut. Insofern sind wir kaum anders als andere Fußgänger. Das spricht also NICHT dagegen.

      Trotzdem spiele ich auf Friedhöfen grundsätzlich nicht. Zum Einen aus Respekt vor den Leuten da, zum anderen weil ich der Meinung bin, dass es Orte geben soll, an denen man auch mal innere Stille einkehren lassen kann. Also gewissermaßen Refugien der Ruhe, in denen man eine Weile vor dem immer schnelleren Alltag entfliehen und Kraft tanken kann.

      Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wie ich reagieren würde, wenn ich beim Gedanken an meine Sterblichkeit von Leuten gestört würde, die mich per PoGo daran erinnern, wie viel Lebenszeit ich schon sinnlos verdaddelt habe.

      Aber ich gebe zu: Für solche Gedanken muss man wohl etwas älter sein. Für Leute in der verlängerten Pubertät unter 30 sind das sicher eher nachrangige Gedanken. Hier greift dann vielleicht Punkt 2, die Sache mit dem Respekt. Ich nehm auch in Kirchen den Hut ab, obwohl ich nicht gläubig bin. Aus Respekt vor den Leuten, die es sind.
    • Moehlein schrieb:

      Also wenn ich da zu Fuß unterwegs bin, aus welchen Gründen auch immer, und mir ein Poki vor die Füße läuft fang ich es natürlich ein. Aber bei uns auf dem Friedhof gibts keine Arena nur einen Stop, der dann auch im Vorbeigehen gedreht wird.
      Wenn es allerdings Massenansammlungen geben würde, wie zu Beginn des Spiels, dann fände ich das auch nicht in Ordnung. Daher bin ich geteilter Meinung.
      So sehe ich das auch. Wenn einer allein da lang geht und das Handy in der Hand hat, fühle ich persönlich mich nicht gestört. Und umgekehrt lasse ich das Handy stecken, wenn ich Leute am Grab sehe.
      Aber neben den Hauptwegen hat eigentlich kein Spieler was zu suchen. Oder womöglich in Gruppen, nur zum Spielen - das geht gar nicht.
    • Doktoratom schrieb:

      Aber ich gebe zu: Für solche Gedanken muss man wohl etwas älter sein. Für Leute in der verlängerten Pubertät unter 30 sind das sicher eher nachrangige Gedanken.
      Also ich bin über 50 und ich sehe beim Friedhofsspiel auch KEINERLEI Problem, solange man sich dem Ort entsprechend ruhig verhält, angemessen gekeidet ist, den Sound ausstellt, auf den Wegen bleibt und sich nicht unbedingt mitten in den Weg stellt, wenn ein Trauerzug vorbei kommt, insgesamt sich etwas abseits hält. Größere Jagdgemeinschaften und Gruppenzusammenrottungen mit dem Schrei "Eh, dahinten ist Relaxo" gehören da aber nicht hin! Aber, ob die Oma eine SMS-schreibt oder sich mit ihrer Freundin per Handy zum anschließenden Käffchen verabredet, oder ob ich PG spiele, da ist absolut kein Unterschied. Da finde ich ihr normales Telefonieren schon eher deplazierter. Ich unterhalte mich dort sogar nicht einmal in Normallautstärke, wenn jemand in der Nähe ist.

      Gleiches gilt für Kirchen, während des Gottesdienstes, Andachten, Messen o.ä. tabu, ja, absolut. Da schreibt man auch keine SMS oder redet mit dem Banknachbarn! Aber als normaler Besucher oder Tourist außerhalb der 'offiziellen Sperrzeiten', darf man ruhig schon einmal auf sein Handy schauen (wenn man gerade mal ein Foto gemacht hat), solange man dann zum eventuellen Jagen selbst, natürlich vor die Tür geht, Ebenso, wie zum Telefonieren ja auch, lautlos (auch ein nerviglauter Vibrationsalarm sollte nicht angebracht sein) angerufen werden, OK, dann aber raus.

      Ich habe vorhin auch meine Frau, eine militante Antipoganerin (knapp an die 50 ran), gefragt, auch sie würde, wenn sie spielen würden, spielen. Für sie würde sich die Frage ja/nein nicht einmal stellen, falls sie denn mal ... Sie versteht nicht einmal unsere Diskussion ...

      Vor ein paar Wochen, als die Diskussion zum ersten mal hier aufkam, habe ich bei Überlandfahrten mal die Dörfer beobachtet, in Ermangelung von sonstigen Sehenswürdigkeiten, falls noch nicht einmal ein Kriegerdenkmal oder ein Schmuckortseingangsschrein vorhanden ist, sind die Friedhöfe oftmals die z.T. einzigen PS und mit viel Glück Arenen (viele unserer Dörfer haben nichts von beiden, die wenigsten eine Arena). Es gibt hier sogar einige (wenige) Dörfer, die nicht einmal eine Kirche haben, dafür aber einen PS-bestückten "Friedhofsacker" vor dem Tor.

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      Ist beim Dorf in dem ich kürzlich war genauso. 2 Pokestops und eine Arena, alles auf dem Friedhof. Da dieser wie das Dorf sehr klein ist, musste ich ihn aber nicht betreten um zu spielen.