Pokemon - harmlos oder gar doch brutal?

    • Pokemon - harmlos oder gar doch brutal?

      Das geht primär an Alle, die eine Krise kriegen und gleich zur Pausenaufsicht rennen, weil hier im OT-Bereich mal ein historisches Vorderlader-Gewehr gezeigt wird.

      Habt Ihr euch eigentlich schon mal Gedanken darüber gemacht, dass es bei PoGo im Prinzip ziemlich brutal zugeht? Ein großer Bestandteil dieses Spieles ist es, andere Pokemon auf alle nur erdenklichen Weisen zu killen. Ein Patronenhieb oder gar ein Hyperstrahl ist eine weit tödlichere Waffe als eine alte Muskete. Und ich mag mir gar nicht ausmalen, welche Schmerzen die armen kleinen Geschöpfe erleiden, wenn sie mit einem Feuersturm gegrillt, einem Mülltreffer verätzt, mit der Knochenkeule erschlagen, durch die Magnetbombe zerfetzt, mit einem Stromstoß geröstet, mit dem Rasierblatt verstümmelt und vieles mehr werden.

      Ja, ich sage es ganz offen, sich über Waffen(geschichte) aufzuregen, aber gleichzeitig in Pokemon-Arenen zu kämpfen, ist für mich Bigotterie!
    • sorry, aber was du gerade machst ist genau das, was man den Spinnern vowirft, die behaupten, Egoshooter machen Amokläufer. Spiele und Filme sind Fiktion. Echte Waffen sind - welch Überraschung - etwas reales. Das ist ein Unterschied.
      Es ist absolut nichts bigottes daran, Pokemon zu spielen und sich trotzdem gegen Tierquälerei einzusetzen. Und es ist ein riesen Unterschied, hier Screenshots von PoGO zu Posten, oder Fotos aus osteuropäischen Fleischfabriken (oder Videos von Hundekämpfen,...). Die Jungs und Mädels von PETA, die aus Tierschutzgründen gegen Playmobil-Zirkussets und Pokemon GO wettern sind meiner Meinung nach weltfremde Spinner.

      So viel erstmal dazu.

      Auf dein Mimimi bzgl der Waffendiskussion gehe ich gar nicht erst ein, denn das war ja nicht die Frage dieses Threads :P

      EDIT: falls es nicht klar genug war: JA, ich halte Pokemon für harmlos
    • Richtig, ich halte Pokemon auch für harmlos.

      Aber genauso halte ich historische Waffen, wie sie in vielen Museen gezeigt werden für harmlos. Ebenso Reenactment oder Brauchtumspflege. Also das aktive und vielleich sportliche Schießen mit solchen Waffen.

      Es geht mir eben rein um die Kombination: eben das eine ganz schlimm zu finden, aber das andere nicht. Das kann ich nicht nachvollziehen. Wenn man ganz empfindlich gegen Gewalt ist und eben alleine den Anblick eines Objektes, mit dem theiretisch ein Mensch getötet werden könnte, nicht erträgt, dann sollte man mMn auch lieber Farmville und Co. spielen.
    • schmonstah schrieb:

      Ach mänsch, das Thema reale und virtuelle Gewalt hatten wir ja erst
      Aber es ist eben leider noch nicht zu Ende. Dass @Orangetrucker einen Vorderlader hier im Forum gezeigt hat und wir ein bisschen offtopic darüber geredet haben (steht jetzt auch ganz korrekt im OT-Bereich), finden noch immer User schlimm und das kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Deswegen eben meine Frage an diese Leute, warum sie ein Spiel spielen, in dem sich nette Tierchen gegenseitig abmurksen sollen?

      Alle, die normal ticken, dürfen diesen Thread gerne überlesen. ;)
    • General Zod schrieb:

      Richtig, ich halte Pokemon auch für harmlos.

      Aber genauso halte ich historische Waffen, wie sie in vielen Museen gezeigt werden für harmlos. Ebenso Reenactment oder Brauchtumspflege. Also das aktive und vielleich sportliche Schießen mit solchen Waffen.

      Es geht mir eben rein um die Kombination: eben das eine ganz schlimm zu finden, aber das andere nicht. Das kann ich nicht nachvollziehen. Wenn man ganz empfindlich gegen Gewalt ist und eben alleine den Anblick eines Objektes, mit dem theiretisch ein Mensch getötet werden könnte, nicht erträgt, dann sollte man mMn auch lieber Farmville und Co. spielen.
      der einzige, der die Beiden Dinge hier in Kombination betrachtet, bist DU. Die anderen differenzieren zwischen virtueller / fiktiver Gewalt (PoGO) und realer Gewalt (echte Waffen).
      Ich stimme mit dir überein, dass ich sowohl das eine, als auch das andere in der Form von Gesprächen (und ABbildungen) über historische Schusswaffen für vollkommen harmlos halte, aber ich widerspreche dir wehement in dem Punkt, dass jeder der virtuelle Gewalt toll findet, auch reale Gewalt zumindest tolerieren muss.
    • Rabulist schrieb:

      aber ich widerspreche dir wehement in dem Punkt, dass jeder der virtuelle Gewalt toll findet, auch reale Gewalt zumindest tolerieren muss.
      Aber, aber, Äpfelchen und Birnchen?

      ... ich widerspreche wehement, der Annahme, dass jeder der sportlich bzw. sich kultur- & technohistorisch mit realen Waffen beschäftigt, auch reale Gewalt toleriert.

      Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wir hatten seinerzeit in unserem Schützenverein einen sehr guten Großkaliber-Kurzwaffenschützen mit eigener 9 mm-Pistole, der (als es sogar noch "Ausschußpflichtig war") anerkannter Kriegsdienstverweigerer war. Leider ist der nach dem Studium nach Bayern verzogen ;) weil er dort eine "bessere Mannschaft" für seine Ambitionen gefunden hatte :(

      So wenig wie Ballerspiele oder Egoshooter jemand "Normalen" zur Gewalt treibt, macht das das sportliche Schießen. Oder wird von PoGO zum Tierequälen verführt...

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    • Rabulist schrieb:

      aber ich widerspreche dir wehement in dem Punkt, dass jeder der virtuelle Gewalt toll findet, auch reale Gewalt zumindest tolerieren muss.
      Richtig. Und ich widerspreche darüber hinaus dem Punkt, dass jeder, der sich für Waffen und sogar für Krieg interessiert, zwangsweise auch Krieg und Gewalt toll findet.

      Ein gezeigter Vorderlader, ja auch der Besitz und das Schießen mit einem solchen, hat ebenfalls nichts mit realer Gewalt zu tun, sondern mit Brauchtumspflege und gelebter Geschichte.
    • @General Zod also bezeichnest du dich jetzt selbst als bigott, oder möchtest du deine Aussage im Ausgangspost widerrufen?

      Das Problem mit realen Schusswaffen ist halt, dass sie unabhängig von ihrem geplanten Verwendungszweck immer tödliche Waffen bleiben werden (was unter anderem daran liegen könnte, dass sie halt genau zu diesem Zweck entwickelt wurden) und niemals gefeit vor unsachgemäßem Gebrauch sind. Das gibt der Frage "Brauchtumspflege / Sport mit Schusswaffen = reale Gewalt?" eine ganz andere Qualität, Ebene und Berechtigung als "Videospiele = reale Gewalt?"
    • Bahamut schrieb:

      Ui das ist ja wieder ein ganz lustiges Thema....
      Jou, im Prinzip stammt Thema aus dem Punkt, dass ich geschrieben hatte - ich hatte mich ja für Yokosuka angemeldet - dass ich keine Einladung nach Japan erhalten habe, Schxxx Niantic. Hatte mich so gefreut, hatte auf ein Extrakontingent für Übersee gehofft. Was aber meinem besten Frauchen von allen so viel besser gefallen hatte, denn sie wollte zu diesem Zeitraum lieber nach Schwäbisch Hall zu einem Vorderladerschießen-Wochenende mit Reenactment Lager. Und dafür wurde ich aus bekannter Ecke böse angepflaumt, von wegen "Bösmenschengewalt", wobei mir dann dankenswerterweise unser aller General zu Hilfe geeilt war. Dann wurde das Thema Off-Topic, wohin ("Thread: Geschnattere") dieser Teil dann auch korrekterweise verschoben wurde.

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    • Rabulist schrieb:

      @General Zod also bezeichnest du dich jetzt selbst als bigott, oder möchtest du deine Aussage im Ausgangspost widerrufen?
      Nein, eben nicht. Ich versuche herauszufinden, was in den Hirnen derer vorgeht, die beim Anblick einer historischen Waffe ausflippen, aber eben ein Spiel spielen, bei dem durchaus mächtig virtuelle Gewalt zur Anwendung kommt - wenn auch niedlich und kindgerecht verpackt. Dafür habe ich in meinem Anfangspost aufgezeigt, was bei so einem Pokemonkampf abgeht. In realistische Grafiken und Animationen verpackt, wäre die App vielleicht ab 18.

      Mich regt auf, dass das eine mit realer Gewalt bzw. gar dem Willen, solche auszuüben, gleichgesetzt wird, das andere aber nicht. Entweder beides oder gar nichts ist hier meine Meinung.

      Und um es noch mal klarzustellen: ich bin dabei auf der "gar nichts Seite".
    • ich dachte, das hätte ich schon plausibel dargelegt: von jeder Schusswaffe geht eine reale Gefahr für Leib und Leben aus. Wird die Waffe sachgemäß behandelt und nur auf entsprechend gesicherten Arealen abgefeuert, reduziert sich diese Gefahr auf ein für mich akzeptables Maß. Allerdings sind Misbrauchspotenzial und Unfallgefahr trotzdem unglaublich groß, weswegen ich schon verstehen kann, dass einige Menschen eine Nulltoleranzlinie bzgl Schusswaffen fahren.

      Das hat nichts mit Videospielen zu tun, sondern nur mit Waffen. Du solltest echt aufhören, da auf Teufel komm raus Parallelen ziehen zu wollen, wo es keine gibt.
    • Doch die gibt es. Für mich ist das vollkommen übertriebener Pazifismus. Ein Vorderlader aus dem 19. JH. ist frei ab 18 erwerblich. Das Ding ist harmlos, solange man es niemandem über den Schädel zieht, denn das zum Schießen benötigte Schwarzpulver ist weitaus schwerer zu bekommen.

      Ein Bild einer historischen Waffe macht niemanden zum Gewalttäter. Dann doch eher noch ein Spiel, bei dem Gewalt ein wesentliches Mittel zum Erfolg ist. ;)

      @Orangetrucker hat hier ein anderes seiner Hobbys aufgezeigt bzw. das seiner Frau. Ich kann hier beim besten Willen keine Gefahrenquelle sehen, sondern lediglich den hysterischen Ruf nach Zensur.
    • selbstverständlich geht von einer Onlineunterhaltung keine Gefahr aus, das heißt aber nicht dass jedes Thema immer und überall angebracht ist. Du machst hier gerade einen Gedankensprung vom Thema "Waffen" zum Thema "Unterhaltung über Waffen"
      Und von Waffen geht sehr wohl Gefahr aus, das liegt in der Natur der Sache. Wäre dem nicht so, wären es keine Waffen. Die EIGENTLICHE Frage ist, ob dieses (zurecht) kontroverse Thema hier in diesem Forum gut aufgehoben ist oder nicht.

      Meine persönliche Meinung dazu lautet: kann man machen, aber man muss sich halt bewusst sein, dass es ein kontroverses Thema ist und darf sich dann nicht über entsprechenden Gegenwind wundern.

      Ich selbst bin zwar wie gesagt kein absoluter Waffengegner, aber auch ich würde lieber weniger als mehr Schusswaffen in Privathänden sehen (und ja verdammt, auch ein Vorderlader ist eine Schusswaffe, vollkommen egal ob und unter welchen Umständen er gekauft werden kann).
      Ich bin auch der Meinung, dass diverse andere Dinge die momentan offiziell als "Spielzeug" gehandelt werden, definitiv in das Waffenrecht aufgenommen müssen und der Handel und Besitz entsprechend beschränkt werden sollte.
    • Ich habe einen Bekannten, der ebenfalls Waffensammler ist und der aber in seinem Leben noch nicht einen Schuß abgegeben hat. Dafür kann er jede einzelne Waffe mit verbundenen Augen zerlegen und zusammen setzen. Vor dem habe ich am wenigsten Angst. Die älteren von uns kennen noch die Praxis des Wehrdienstes, während dem man dazu ausgebildet wurde auf Pappscheiben, die wie Menschen aussehen zu schießen. Ich selbst war einer davon und wurde sogar dazu ausgebildet auf größere Entfernung im Verteidigungsfalle Menschen zu töten. Das ist nicht schön, aber leider notwendig um im Kriegsfalle das eigene Land und deren Bewohner vor Invasoren zu schützen. Ich habe den Laden dann verlassen, als sie mich ins Ausland schicken wollten und hatte mich dabei auf meinen Eid berufen. "Ich schwöre der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen". Und seit diesem Tag habe ich höchstens mal auf einer Kirmes mit einem Luftgewehr auf Pappscheiben geschossen. Und Pokemon habe ich schon viel früher gespielt. Ich rede mir immer ein das die armen Pokemon ja nicht sterben, sondern nur bewusstlos werden und daher mit Riechsalz (Beleber) wieder wach gemacht werden, bevor sie dann mit Omas Hühnerbrühe (Tränke) wieder fit gemacht werden. Also habe ich vor Waffensammlern und Sportschützen, die sehr wohl die entsprechende Sachkunde nachweisen müssen, relativ wenig Angst. Vor einem betrunkenen Ex-Soldaten, der zuhause vielleicht noch eine Waffe vom Opa oder eine illegale Waffe besitzt, dann schon eher.

      Dies ist nur meine Meinung und sonst nichts. Ich habe allerdings auch noch nie gelesen, das jemand mit einem altertümlichen Vorderlader Amok gelaufen wäre.
    • S1rChr0m3 schrieb:


      Ich habe allerdings auch noch nie gelesen, das jemand mit einem altertümlichen Vorderlader Amok gelaufen wäre.

      Das vielleicht nicht, aber 2012 wurde in Deutschland ein Mord / Selbstmord mit einem Vorderlader Begangen. 2011 hat in Düsseldorf sich ein Mann mit gleich sechs vorderlader-Nachbauten ausgerüstet und am Hauptbahnhof auf Zivilisten und Polizisten geschossen (in seiner Wohnung hatte er zehn weitere dieser Waffen). 2006 hat sich der Amokläufer von Emsdetten mit einem antiken Vorderlader selbst erschossen...soll ich weiter machen?